Vom Ringen um das Leben, die Sterbebegleitung und das Sterben auf Verlangen.
Am Ende des Lebens in Würde sterben zu können wünschen sich wohl alle Menschen. Für manche bedeutet dies, den Zeitpunkt und das Wie selbst bestimmt zu entscheiden. Andere betonen die fortschrittliche Entwicklung im Bereich der Palliativmedizin oder den Ausbau der Hospizbewegung, um den Sterbenden Würde zu geben. Die einen befürchten einen Dammbruch und sehen die Gefahr des Missbrauchs eines Rechtes, das auch in Deutschland seit 2020 durch ein Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichts besteht. Manch andere sind dankbar, dass ihnen seither ein selbst bestimmter Tod unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist, ohne in angrenzende Nachbarländer reisen zu müssen.
Die Frage nach dem assistierten Suizid ist ein Ringen um das Leben. Die eigenen Werte, Ängste und Sorgen spielen eine große Rolle, wenn es um das eigene Sterben geht.
Dr. Ralf Dziewas ist Professor für Diakoniewissenschaft und Sozialtheologie an der Theologischen Hochschule Elstal. Zu seinen Forschungsprojekten gehört unter anderem das Themenfeld „Ethische Entscheidungen am Lebensende“. Als Mitglied des Aufsichtsrates der Immanuel Albertinen Diakonie hat er sich intensiv mit der Frage nach assistiertem Suizid in kirchlichen Einrichtungen beschäftigt und einen diakonischen Umgang mit dem Recht auf Hilfe zur Selbsttötung gesucht.
Am 17.09.2026 um 19:30 Uhr sind alle herzlich zu diesem Themenabend mit Vortrag und Austausch in die Christuskirche Großhansdorf eingeladen. Ab 19 Uhr stehen Getränke und Snacks zum entspannten Ankommen bereit.
Folgetermin & Thema:
27.10. „Ohne Koffer, ohne Handy ohne Geld … Wie gelingt die letzte Reise?“ // Referent: Pastor Roger Bahr (Krankenhausseelsorger & Vorsitzender des Klinischen Ethikkomitees des ev. Amalie Sieveking Krankenhauses)
Pastorin Elisabeth Denkers
Christuskirche Großhansdorf