Wort zum Sonntag: 1+1+1 = 1

Zugegeben, diese Rechnung erinnert sehr an die eigenwillige Mathematik von Pippi Langstrumpf. „Zwei mal drei macht vier – widdewiddewitt – und drei macht neune! Ich mach mir die Welt – widdewidde – wie sie mir gefällt.“ Unser Sohn, stolzer Zweitklässler, protestiert jedes Mal, wenn das Lied erklingt. Immerhin kann er inzwischen rechnen und weiß, dass diese Rechnung nicht aufgeht.

Ähnlich geht es vielen, die von Gott hören und im Christentum plötzlich drei göttlichen Personen begegnen: Schöpfer, Sohn & Heiligem Geist. Und das soll ein Gott sein? Die Rechnung geht doch nicht auf!

Ein Erklärungsversuch macht sich die verschiedenen Aggregatzustände von Wasser zunutze: Wasser kann flüssig, fest und gasförmig sein und bleibt doch immer Wasser. Genauso ist Gott immer derselbe Gott, als Schöpfer, Sohn und Heiliger Geist. Für manche mag das nach „Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt“ klingen. Für mich wird darin die Komplexität Gottes deutlich. Er erschafft die Welt und ruft ins Leben. In Jesus wird er Mensch, um die ganze Welt zu retten. Schließlich zieht er bei jedem Menschen, der das möchte, ein: voller Begeisterung, als Tröster und Liebeskraft. Gott ist Einer in dreifacher Gestalt, immer auf Beziehung aus und nah an seinen Menschen. So lautet denn auch ein Segen aus der Bibel: „Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen.“  (2. Korinther 13,13)

Pastorin Elisabeth Denkers

Christuskirche Großhansdorf